Trauer

Was ist Trauer?

Trauer ist ein Gefühl, das jeder Mensch irgendwann erlebt. Sie  resultiert aus dem  Verlust geliebter Menschen oder Tiere, aus Veränderungen oder auch aus unerfüllten Träumen und Wünschen. 

Nachfolgend möchte ich mich auf die Trauer beziehen,  die aus dem Verlust eines geliebten Menschen entsteht.


Welche Gefühle erlebt man bei Trauer?

Trauer besteht nicht nur aus Traurigkeit. Sie kann von vielen weiteren Emotionen begleitet werden, die in unterschiedlicher Intensität auftreten:


Angst: Sorgen über die Zukunft : Wie soll es  ohne sie weitergehen?


Wut:  Das Gefühl der Ungerechtigkeit oder der Frustration über den Verlust : Warum passiert es gerade mir?


Schuld: Selbstvorwürfe oder das Gefühl, nicht genug getan zu haben: Warum habe ich es nicht verhindert? Hätte ich nur anders reagiert...


Isolation: niemanden sehen wollen, alleine sein wollen


Verwirrung: Was ist nur mit mir los?


Erleichterung:  zum Beispiel,  wenn der Verlust mit langem Leiden verbunden war


Nostalgie: das Erinnern an vergangene Zeiten mit der verlorenen Person


Trauer - ein individueller Prozess

Die Intensität der Trauer und die Art des Trauerns unterscheidet sich stark von Person zu Person. Es gibt nicht die Trauer.

Weiterhin verläuft Trauer auch zeitlich unterschiedlich. Während man früher vom klassischen Trauerjahr ausging, weiß man heute, dass der Verlauf  und die Dauer der Trauer von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist und sogar bis an das Lebensende ein Teil des weiteren Lebens sein kann.


Welche Faktoren beeinflussen die Trauer?

Das persönliche Umfeld
Unser kulturelles Umfeld besitzt einen starken Einfluss auf die Trauer. Es spielt eine große Rolle, ob man seine Emotionen offen zeigen darf oder nicht.

Weiterhin spielt es eine Rolle, ob der Trauernde über  ein gutes Netzwerk aus Familie, Freunden oder professionellen Unterstützern verfügt, die ihn auffangen können.

Die Beziehung zum Verstorbenen
Je näher  mir der Verstorbene stand, um so starker scheint die Trauer zu sein. Die Trauer um ein Kind ist demnach intensiver als die Trauer um einen Familienfreund.

Frühere Verlusterfahrungen

Personen, die schon mehrfach einen Verlust erlebt haben, können anders trauern  als Personen, die zum ersten Mal mit einem Verlust konfrontiert sind.

Die mentale und körperliche Gesundheit

Gesundheit und psychische Widerstandskraft können dabei helfen, die Trauer besser zu verarbeiten.

Quelle: www.trauer.de



Die fünf Sterbephasen nach Elisabeth  Kübler - Ross

 Elisabeth Kübler- Ross war eine bekannte Psychiaterin und Sterbeforscherin.

Sie entwickelte ein Modell, dass fünf Phasen der Trauer bei Sterbenden umfasst. Dieses Modell lässt sich auch auf Menschen übertragen, die um einen anderen Menschen trauern. 

Das Modell der fünf Sterbephasen


Phase 1
Hoffnung auf Irrtum

 In dieser Phase haben betroffene Personen oft das Gefühl,  dass die Diagnose, die ihnen gestellt wurde, möglicherweise nicht zutrifft. Diese Hoffnung auf Irrtum ist oft ein Mechanismus, um mit der Realität von Verlust oder Lebensbedrohung umzugehen.


Phase 2
Die Frage nach dem Warum


Der Verlust oder die drohende Endlichkeit des Lebens bringt sie dazu, existenzielle Fragen zu stellen:

  • Warum ist das passiert? 
  • Warum musste gerade dieser Mensch gehen? 
  • Was habe ich falsch gemacht? 
  • Warum passiert das gerade mir? 


Phase 3
Der Wunsch nach mehr Zeit

 In der dritten Phase  versucht die betroffene Person, Zeit zu gewinnen. Sie nimmt Gespräche mit Ärzten, Angehörigen und sogar mit Gott auf, in denen sie sagt, was sie tun würde, wenn sie diese Zeit noch hätte– häufig stehen dabei Herzenswünsche wie das Erleben von bedeutenden familiären Ereignissen, wie Geburten oder Hochzeiten, im Vordergrund. 



Phase 4
Trauer um verpasste Chancen

Diese Phase ist gekennzeichnet von depressiven Gefühlen. Man trauert um verpasste Chance, aber auch um das verlorene Leben.


Phase 5
Akzeptanz

In dieser Phase haben die betroffenen Personen ihr Schicksal akzeptiert. Sie ziehen sich langsam von der Umwelt zurück .


Quelle: www.planet-wissen.de


Trauer und zusätzliche Verluste

 
Trauer bedeutet nicht nur, den Verlust eines geliebten Menschen zu erleben, sondern auch, mit den vielfältigen Veränderungen in unserem Leben umzugehen. Sie machen die Trauer oft noch schwerer, weil sie verschiedene Bereiche im Leben betreffen. 

Diese Verluste entstehen nicht nur durch den ursprünglichen Tod oder Verlust, sondern auch durch die Veränderungen, die dadurch passieren. 



Welche Bereiche können betroffen sein?


Finanzieller Verlust: 


Wenn jemand, der für Geld und Haushalt gesorgt hat, stirbt, kann das Geld knapp werden. Man muss vielleicht auf gewohnte Dinge verzichten oder Ersparnisse aufbrauchen.







 




Sozialer Rückzug:

Der Verlust eines geliebten Menschen kann dazu führen, dass man weniger mit Freunden oder Familie redet. Man zieht sich vielleicht zurück, weil alles zu schwer erscheint. 






Verlust von Rollen:
 

Wenn jemand die wichtige Rolle in der Familie oder im Beruf übernimmt, fehlt diese nach seinem Weggang. Das kann bedeuten, dass man neue Aufgaben übernehmen muss, was belastend sein kann. 




 




Verlust von Sicherheit und Routine: 


Der Alltag ändert sich. Gewohnte Abläufe, Orte und Rituale fallen weg. Das kann das Gefühl geben, unsicher zu sein. 

 




Verlust an emotionaler Sicherheit: 


Der Tod eines Menschen kann das Vertrauen in das Leben erschüttern. Man fühlt sich vielleicht ängstlicher oder unsicherer.




 




Fazit:


Zusätzliche Verluste können  die Trauer noch länger dauern lassen oder sie schwerer machen. Es ist wichtig, diese Verluste anzuerkennen und sich Zeit zu nehmen, um damit umzugehen. Hilfe von Freunden, Familie oder auch eine Therapie können dabei sehr unterstützen. 

Kinder und Trauer

 


Kinder trauern anders als Jugendliche und Erwachsene.


Wie trauern Kinder?


Kinder haben oft noch nicht die Ressourcen, um ihre Gefühle in Worte zu fassen.

Wenn ein Kind trauert, zeigt es das auf verschiedene Arten. Es kann weinen, sich zurückziehen, aggressiv sein oder spielen. Manche Kinder zeigen ihre Gefühle nicht offen.

Kinder reagieren auf Trauer anders als Erwachsene, weil sie noch in der Entwicklung sind. Kleine Kinder bis etwa 5 Jahre verstehen oft nicht, dass der Tod endgültig ist. Sie denken manchmal, es ist wie Schlaf oder Trennung.



Wie kann man Kinder in der Trauer unterstützen?


Es ist wichtig, in dieser schweren Zeit die gewohnte Routine beizubehalten und dem Kind Liebe zu geben. Kinder brauchen Verlässlichkeit besonders.

Malen ist eine gute Möglichkeit, damit Kinder ihre Gefühle ausdrücken können:

  • Wenn ich traurig bin, denke ich an den Verstorbenen X, der jetzt an einem besonderen Ort ist.
  • Am meisten mag ich am Verstorbenen X, dass er immer für mich da war und mir Trost gespendet hat.


Kinder fragen immer wieder nach. Geduld ist dabei wichtig. Oft ist es notwendig, Erklärungen mehrfach zu wiederholen, denn Kinder lernen durch Wiederholung und Erfahrung. 




 


Fazit:

Das Trauern bei Kindern zeigt sich auf vielfältige Weise und unterscheidet sich deutlich von der Trauer Erwachsener, da Kinder noch in ihrer Entwicklung sind und das Konzept des Todes oft nicht vollständig verstehen. 

Um Kinder in ihrer Trauer zu unterstützen, ist es wichtig, ihnen Verlässlichkeit, Liebe und eine vertraute Routine zu bieten. 

Kreative Ausdrucksmöglichkeiten wie Malen können helfen, ihre Gefühle zu erkennen und zu verarbeiten. Geduld und wiederholte Erklärungen sind entscheidend, da Kinder immer wieder nachfragen und durch Erfahrung lernen. 

Insgesamt braucht es ein einfühlsames Umfeld, das den Kindern Raum gibt, ihre Trauer auf ihre Weise zu verarbeiten. 

Meine Erfahrungen


In diesem Artikel möchte ich gerne meine persönlichen Erfahrungen mit dir teilen.

Momentan (September 2024) befinde ich mich im dritten Trauerjahr. Mein Vater starb plötzlich und unerwartet im Mai 2022.



Das erste Jahr

Für uns alle war es ein großer Schock. In der ersten Zeit schien sich  meine Psyche in einer Art Überlebensmodus zu befinden. Ich konnte kaum etwas fühlen, nicht einmal das Negative. Alles war taub und ich befand mich irgendwie in einer Art Blase.

Auch hatte ich ganz stark das Bedürfnis mich zurückzuziehen. Im Kopf habe ich natürlich verstanden, dass für alle anderen das Leben ganz normal weiter geht, aber es fühlte sich für mich einfach nicht richtig an. 

Dieses Gefühl der emotionalen Taubheit dauerte ungefähr ein Jahr an. Zwischendurch hatte ich schon traurige Phasen, aber in ihrer richtigen Intensität konnten sie sich erst ein Jahr später zeigen.














Das zweite Jahr

Neben der wachsenden Traurigkeit wurde mir zunehmend klar, welche tiefgreifenden Konsequenzen der Verlust mit sich bringt. Plötzlich wird offensichtlich, dass das Leben vollkommen anders verläuft. Für mich existiert ein Leben vor diesem Verlust und eines danach. Ein solcher Einschnitt verändert nicht nur den Alltag, sondern auch das eigene Wesen. Für mich heißt das unter anderem, dass ich mich bewusst von Menschen fernhalte, die mir nicht  gut tun.

Das dritte Jahr

Auch im dritten Jahr prägen Phasen der Traurigkeit mein Leben, doch ich habe inzwischen einen Zustand der Akzeptanz erreicht. Ich akzeptiere, dass mein Vater nun wahrscheinlich an einem anderen Ort ist, dass sich mein Leben grundlegend verändert hat, und dass die Trauer, auch wenn sie nicht mehr so intensiv ist, bis zu meinem Lebensende Teil meines Lebens  bleiben wird. 

Auch finde ich immer mehr ins Leben hinein und tue zunehmend Dinge, die mir Freude machen.


 
Meine Bilanz


 Im ersten Jahr war ich in einem emotionalen Überlebensmodus gefangen, der es mir schwer machte, die Realität zu akzeptieren. 

Während des zweiten Jahres musste ich die tiefen Folgen seines Verlusts erkennen und lernen, wie ich mein Leben neu gestalten kann, auch wenn der Schmerz immer präsent bleibt.

Im dritten Jahr habe ich einen bedeutenden Wandel durchlebt. Ich habe begonnen, die Trauer als Teil meines Lebens zu akzeptieren, ohne dass sie mich vollständig definiert. Gleichzeitig habe ich Wege gefunden, wieder Freude am Leben zu entdecken und mich von negativen Einflüssen zu distanzieren. 

Diese Erfahrungen haben mich resilienter gemacht und mir gezeigt, dass es auch inmitten der Trauer möglich ist, einen Sinn im Leben zu finden. 


Mit Trauer umgehen:  meine Tipps 

 In diesem Artikel möchte ich dir einige  Tipps an die Hand geben, die mir in meinen Trauerphasen geholfen haben.

Diese Tipps können dir helfen, vielleicht ist dein Trauerweg aber auch ganz anders -  es gibt hier kein richtig und kein falsch.


1. Zeige deine Gefühle


Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du trauerst.  Und es ist auch wichtig, dass du diese Emotionen zeigst.

 Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht immer leicht ist, seine Gefühle zu zeigen Man denkt, dass man stark sein muss und man spürt auch, das nicht jeder das notwendige Verständnis aufbringt. 

Wenn du deine Gefühle jedoch unterdrückst, ist das nicht gut für deine körperliche und mentale Gesundheit. Einerseits kannst du nicht gesund trauern, andererseits können sich daraus psychosomatische Beschwerden oder auch psychische Krankheiten wie Depressionen entwickeln.


2. Trauere , solange du willst

Aus meiner Erfahrung bleibt die Trauer. Am Anfang ist sie stärker, mit der Zeit wird sie weniger intensiv. Es gibt aber für mich keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem einfach alles wieder gut ist.

Auch ist Trauer für mich  kein linearer Prozess. Es ist nicht wie bei einer Erkältung, die Tag für Tag besser wird. Mal geht es einem ein Stück weit besser, dann aber wieder schlechter. Akzeptiere, dass diese Phasen dazu gehören und sei einfach gut zu dir.

3. Achte auch auf deine körperliche Gesundheit

Auch, wenn du keinen Appetit hast - achte gut auf dich und deine Ernährung. Wenn du trauerst, befindet sich dein Körper in einer absoluten Stresssituation und ist auf Nährstoffe mehr denn je angewiesen.

Versuche, dich auch ein bisschen zu bewegen. Es muss nicht gleich der Gang ins Fitnessstudio sein, ein kleiner Spaziergang kann genauso gut sein und tut deiner Seele gut.


4. Höre auf dich und dein Gefühl


Es ist vollkommen in Ordnung, sich die Erfahrungen und Ratschläge anderer anzuhören, insbesondere in schwierigen Zeiten wie der Trauer. Oft können diese Einsichten wertvolle Hinweise für den eigenen Heilungsprozess liefern.

Dennoch ist es entscheidend, auf die eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu hören. Manchmal können gutgemeinte Tipps oder Ratschläge nicht mit den eigenen Empfindungen in Einklang stehen. Was für eine Person hilfreich war, muss nicht zwangsläufig auch für dich stimmen.
Du bist der Einzige, der wirklich weiß, was dir in diesem Moment guttut und was nicht.


Mein Fazit

 Der Umgang mit Trauer ist ein sehr individueller Prozess, und es gibt kein Patentrezept, das für jeden gilt. 

Es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, die man braucht, um die eigenen Gefühle zu verarbeiten, ohne sich unter Druck zu setzen, wie lange dies dauern sollte. Zeige deine Emotionen, erlaube dir zu trauern und lasse zu, dass dies Teil deines Heilungsprozesses ist. 

Achte auf deine körperliche Gesundheit und höre auf deine inneren Bedürfnisse, denn du weißt am besten, was dir guttut.















Weihnachten und Trauer

Trauer kommt in Wellen.  Und momentan überrollt mich wieder eine Trauerwelle.
Wir  sind mitten im Dezember- 2024  das dritte Jahr , an dem wir Weihnachten ohne meinen Vater feiern müssen.

Und ehrlich gesagt: Bisher ist es das Weihnachten, dass am herausforderndsten für mich ist.  Pünktlich Anfang Dezember überrollte mich eine neue  Trauerwelle.

Herzschmerz statt Weihnachtsfreude

 Weihnachten war für uns als Familie immer eine ganz besondere Zeit. Wir konnten es kaum erwarten, das Haus zu schmücken und genossen die Zeit  einfach zusammen. 

All die bunten Lichter und fröhlichen Familien zu sehen rührt es einfach sehr auf. Natürlich gönne ich allen anderen diese schöne Zeit- für mich persönlich ist es nur eine sehr schwere Zeit. Sie liegt einfach wie ein schwerer Stein auf mir.

Was mir hilft?

Dennoch möchte ich mich nicht von der Trauer und dem Schmerz bestimmen lassen.

Im Folgenden möchte ich dir erzählen, was mir in dieser schweren Zeit hilft.

1. Finde etwas, dass  dir Halt gibt

Mir persönlich hilft sehr viel Struktur im Alltag- das Arbeiten ist für mich wie eine kleine Therapie, da es in dieser Zeit Ordnung und Stabilität bietet. Auch lenkt es einen von den traurigen Gedanken ab.

2. Kümmere dich gut um dich selbst

Selbstfürsorge ist auch ein wichtiger Punkt.
Auch wenn es mir manchmal schwerfällt, achte ich darauf, ausreichend zu trinken, genug  zu essen und mich zu bewegen.
  Es macht wirklich einen Unterschied im Wohlbefinden aus.

3. Nimm jeden Tag, wie er ist

Nicht jeder  Tag ist gleich. Manchmal begleitet mich die Trauer schon vom Aufstehen an, manchmal baut sie sich erst  im Laufe des Tages immer mehr auf.
 
Ich versuche einfach, den Tag so gut es geht mit diesem Gefühl zu bewältigen. Trauer muss man einfach zulassen. Wenn man sie bekämpft, wird sie umso stärker.
 
4. Umgib dich mit Herzensmenschen

Liebe Menschen, die einen verstehen und etwas Halt geben können, sind auch sehr wichtig.  Sie können zwar nicht viel tun, aber das Gefühl, verstanden zu werden, kann doch sehr entlastend sein.

5. Schau nach vorne

Ich persönlich schaue nach vorne.  Weihnachten wird irgendwann vorüber sein, und hoffentlich wird sich dann auch die Trauerphase etwas legen. Dieser Ausblick auf die Zeit nach den Feiertagen vermittelt mir das Gefühl, dass auch diese schwierige Phase ein Ende finden wird.

6. Fazit

All dies nimmt den Schmerz nicht weg, aber es hilft mir, ihn  etwas erträglicher zu machen. Und es gibt mir das Gefühl, etwas tun zu können  in einer Zeit, in der man seinen Gefühlen ausgeliefert ist.

Meine Empfehlung

 
Die Weihnachtszeit kann eine richtige Herausforderung sein,  wenn man trauert. Es ist meiner Meinung nach besonders wichtig, in dieser Zeit  auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und sich vermehrt um sich selbst zu kümmern.

Es gibt auch kein „richtig“ oder „falsch“, wenn es darum geht mit Trauer umzugehen . Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, und für dich ist es wichtig, herauszufinden, wie du deine Tage besser mit der Trauer bewältigen kannst. Höre hier auf dein Herz- du weißt selbst am besten, was dir gut tut.


 
















 

Die Verbindung zu unserem Verstorbenen aufrechterhalten – warum Loslassen nicht die Antwort ist 

 


Viele Menschen glauben, dass sie den Verstorbenen unbedingt loslassen müssen, um den Schmerz zu überwinden und weiterleben zu können. Doch aus meiner Erfahrung ist dies nicht immer der richtige Weg.


Loslassen wird oft als eine Art endgültiger Abschied verstanden, bei dem man alles, was mit dem Verstorbenen verbunden ist, hinter sich lassen soll. Dabei heißt Loslassen häufig, die emotionale Verbindung zu einem geliebten Menschen komplett zu beenden. Das kann auf lange Sicht dazu führen, dass du dein Bedürfnis nach Verbindung und Nähe unterdrückst. Und gerade das belastet deine Seele zusätzlich.


Stattdessen ist es meiner Meinung nach hilfreicher, die veränderte Beziehung zu den Verstorbenen zu akzeptieren. Ja, die Verbindung ist nicht mehr so, wie sie zu Lebzeiten war, aber sie ist auch nicht vollständig beendet.


Letztendlich geht es für dich darum, zu akzeptieren, dass die Art und Weise, wie du mit ihnen in Verbindung stehst, sich verändert hat..


Indem du lernst, die Beziehung zu den Verstorbenen durch eine neue Art der Kommunikation auszubauen, kannst du meiner Erfahrung nach den Verlustschmerz besser integrieren, ohne das Bedürfnis nach Nähe und Verbindung völlig aufzugeben.


Denn wahre Verbindung und Liebe endet nie.